News Archive November 2017

von Dr. K. Heitmann

PCHAlliance wird Mitglied im Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen

Berlin (Germany), and Arlington (VA, USA), 9. November 2017  – (in English)

Der Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen (SITiG) hat auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung die Personal Connected Health Alliance (PCHAlliance) als Mitglied aufgenommen.  Die PCHAlliance entwickelt die Continua Design Guidelines (CDGs), die weltweit anerkannten Richtlinien und Leitfäden für die Interoperabilität persönlicher Gesundheitssysteme, die in den Bereichen Telemedizin, Connected Health und mHealth eingesetzt werden.

Die Continua Design Guidelines (CDGs) sind der einzige offene, internationale Standard für die Datenübertragung von persönlichen Gesundheitssystemen, wie zum Beispiel Schrittmesser, Fieberthermometer und Personenwaagen, aber auch Blutzucker- und Blutdruckmessgeräte und andere, an Gesundheitsdienstleister und Patienten- oder Gesundheitsakten. Dadurch werden zum Beispiel Telemonitoring-Anwendungen möglich, die gerade bei chronisch Kranken zur Verbesserung von Therapie, Versorgung und Lebensqualität beitragen und gleichzeitig die Gesundheitsversorgung entlasten können.  Die CDGs bauen auf bestehenden Standards wie zum Beispiel ISO/IEEE und HL7 sowie Technologien wie Bluetooth, HL7 FHIR und anderen auf, definieren Schnittstellen mit IHE-Profilen, und werden jährlich überarbeitet.  Seit 2013 werden die CDGs von der International Telecommunications Union als formelle, internationale ITU Standards der ITU-T H.810 Reihe anerkannt.

Die Einbindung persönlicher Gesundheitssysteme in die Versorgung wird auch in Deutschland zunehmend wichtig für die Qualität und Nachhaltigkeit der Versorgung und die Einbindung der Patienten. Dabei sind offene und standard-basierte Lösungen wichtig,“ sagt Prof. Dr. Sylvia Thun, Vorsitzende des Spitzenverbands. „Wir freuen uns, dass wir mit der PCHAlliance einen wichtigen Partner gewonnen haben, um auch in diesem Feld die Standardisierung und Interoperabilität in der deutschen Gesundheitsversorgung voranzutreiben.“

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit anderen Standardsorganisationen im Rahmen des SITiG, um uns gemeinsam für offene, internationale Standards und reale Interoperabilität einzusetzen“ ergänzt Horst Merkle, Vorsitzender der PCHAlliance und Director, Health & Digital Solutions, Roche Diabetes Care. Merkle weiter: „Wir hoffen, dass wir mit diesem Schritt die Anerkennung und Adoption der CDGs auch in Deutschland vorantreiben können, damit wir ein offenes Ökosystem für interoperable Systeme und Lösungen aufbauen können, das auch Ideen und Innovationen von Startups und kleinen und mittleren Unternehmen fördert.“

Der Bereich der persönlichen Gesundheitssysteme ist gegenwärtig noch stark fragmentiert. Der Markt wird dominiert von proprietären Systemen, die Gesundheitssysteme mit Apps und Plattformen aus dem Medizin- und Fitnessbereich verbinden und damit neue Datensilos errichten. Viele rufen nach mehr Interoperabilität, doch fehlen oft die Anreize für die Standardisierung der Datenübertragung. Einige Gesundheitssysteme in Europa treiben die Einrichtung elektronischer Gesundheitsakten und die Integration persönlicher Gesundheitssysteme voran, und verlangen dazu standardisierte Formate. Die relevanten Gesundheitsbehörden in Dänemark, Finnland, Norwegen, Katalonien, Österreich, der Schweiz und Schweden arbeiten mit der PCHAlliance zusammen und nutzen die Continua Design Guidelines.  Mehr Informationen dazu sind auf der Seite www.pchalliance.org/continua-adoption abrufbar.

Über den Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen (SITiG)

HL7 Deutschland (www.hl7.de) und IHE Deutschland (www.ihe-d.de) sind in ihrer Zusammenarbeit durch die Gründung des Spitzenverbands IT-Standards im Gesundheitswesen (SITiG) in die nächste Phase gegangen.

Der Spitzenverband soll die Interessen aller Standardisierungsorganisationen auf der politischen Ebene wahrnehmen und als zentraler Ansprechpartner für Parlament und Regierung sowie für die Organisationen der Selbstverwaltung auftreten, um gemeinsam die Standardisierung im Bereich der Informationstechnologie im Gesundheitswesen zu fördern.

Die Förderung und Verbreitung von internationalen IT-Standards zwischen allen Gesundheitsdienstleistern und den Patienten/Bürgern sowie die Kooperation unter den Standardisierungsorganisationen stehen dabei im Vordergrund. Dabei soll Einhaltung und Förderung von Prozessen maßgeblich sein, die durch Konsens, Transparenz, Ausgeglichenheit und Offenheit bei der Entwicklung von IT-Standards im Gesundheitswesen angewendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.sitig.de.

Über Personal Connected Health Alliance

Die Personal Connected Health Alliance (PCHAlliance) treibt die Entwicklung und Verbreitung persönlicher Gesundheitssysteme voran.  Als internationaler Verband vereint PCHAlliance Hersteller, Leistungserbringer, Forschungseinrichtungen und Verbände aus den Bereichen Gesundheit, IT, Pharma und Life Sciences.  Als Nachfolgeorganisation der Continua Health Alliance gibt PCHAlliance die Continua Design Guidelines (CDGs) heraus, die von der Europäischen Kommission, dem amerikanischen Office of the National Coordinator, und der ITU als Standard für die digitale Übertragung von Patientendaten anerkannt werden.  Die CDGs dienen als Grundlage für offene, interoperable Telegesundheitsdienste in einer Reihe von europäischen Ländern und Regionen.  Neben der Arbeit an der technischen Interoperabilität wirkt die PCHAlliance auch auf verbesserte Rahmenbedingungen für persönliche Gesundheitssysteme hin, und veranstaltet die jährliche Connected Health Conference in den USA. Die PCHAlliance ist Teil der HIMSS.  Mehr Informationen sind verfügbar auf www.pchalliance.org.

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von Dr. K. Heitmann

Personal Connected Health Alliance (PCHAlliance) joins German Top Association For Health IT Standards (SITIG)

Berlin (Germany), and Arlington (VA, USA), 9 November 2017 – (in German)

The Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen (Peak Association for Health IT Standards, SITiG) has accepted the membership application of the Personal Connected Health Alliance (PCHAlliance) in its recent general assembly. PCHAlliance develops and promotes the adoption of the Continua Design Guidelines (CDGs), the internationally recognised interoperability framework for personal connected health solutions, which are used in telemonitoring and other mHealth or connected health applications.

The Continua Design Guidelines (CDGs) are the only open, international implementation framework for the transmission of personal health data from devices such as pedometers, thermometers, weight scales, blood glucose meters, blood pressure cuffs etc., to service providers or electronic health records. These data transmissions enable telemonitoring services which can improve the healthcare and quality of life for people with chronic conditions, and they can relieve pressure on health services. The CDGs, revised annually, build on existing standards including ISO/IEEE and HL7 as well as technologies like Bluetooth, HL7 FHIR and others, and they define interfaces with IHE profiles. Since 2013 the International Telecommunications Union has adopted the CDGs as a formal international ITU standard (ITU recommendation ITU-T H.810.

"Integrating personal health systems into the healthcare system is becoming increasingly important in Germany to ensure the quality and sustainability of health services and to involve and empower the patients. Open, standardised solutions are critical,“ says Prof. Dr. Sylvia Thun, Chair of the Spitzenverband. „We are glad that, with PCHAlliance, we have now an important partner to advance standards and interoperability also in the field of personal connected health."

"We look forward to cooperating with other SDOs within SITiG and to jointly work towards open, international standards and real interoperability,“ says Horst Merkle, Chair of the PCHAlliance and Director, Health & Digital Solutions, Roche Diabetes Care. Merkle continues: „We hope that joining SITiG will be another important step to promote recognition and adoption of the CDGs in Germany, so we can build an open ecosystem of interoperable solutions that will be especially conducive for ideas and innovations from start-ups and SMEs."

The field of personal connected health is still fragmented. The market is dominated by proprietary systems which, while connecting devices with their health and wellness apps and platforms, create new data silos. Many call for better interoperability, but the incentives to standardise data transmission are not aligned. Some European health systems have been developing electronic health systems and integrating personal health systems, and they mandate standardised formats. The relevant authorities of Austria, Catalonia, Denmark, Finland, Norway, Sweden and Switzerland work with the PCHAlliance and use the Continua Design Guidelines.

More information is available at www.pchalliance.org/continua-adoption.

Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen (SITiG)

HL7 Germany (www.hl7.de) and IHE Germany (www.ihe-d.de) have advanced their cooperation by founding the Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen (Peak Association for Health IT Standards, SITiG).
The Spitzenverband will represent the interests of all standards development organisations (SDOs) and serve as principal interlocutor for policymakers as well as for all stakeholder organisations (especially health professionals, providers, payers and others) to advance standardisation and interoperability in health IT.
Primary objectives include the promotion and adoption of international IT standards in electronic communications among all health providers and patients/citizens, and the cooperation among standards development organisations. The Spitzenverband will promote compliance and promotion of those health IT standards that are developed in consensual, transparent, balanced and open processes. More information is available (in German) at www.sitig.de.

Personal Connected Health Alliance

The Personal Connected Health Alliance (PCHAlliance) aims to make health and wellness an effortless part of daily life. The PCHAlliance, a non-profit organization formed by HIMSS, believes that health is personal and extends beyond healthcare. PCHAlliance mobilizes a coalition of stakeholders to realize the full potential of personal connected health. Members are a vibrant ecosystem of technology and life sciences industry icons and innovative, early stage companies, governments, academic institutions, and associations from around the world. To support its vision, PCHAlliance convenes the global personal connected health community at the annual Connected Health Conference, the premier international event for the exchange of research, evidence, ideas, innovations and opportunities in personal connected health. PCHAlliance publishes and promotes adoption of the Continua Design Guidelines, recognized by the International Telecommunication Union (ITU) as the international standard for safe, secure, and reliable exchange of data to and from personal health devices. PCHAlliance accelerates technical, business, policy and social strategies necessary to advance personal connected health through its Healthy Longevity initiative to promote lifelong health and wellness. More information is at www.pchalliance.org.

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